Diskussionsbeiträge

Einige sachliche Korrekturen (z.B. Korrektur der Zahl der Kindergartenplätze) wurde direkt in die Unterlagen eingetragen. Weitergehende Diskussionsbeiträge sind hier zu finden - kursiv sind die Bearbeitungsvermerke eingefügt:

1. Brief von Pfarrer Schneider zu den Angaben über die Gemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat

- die im Brief genannten Kritikpunkte werden bearbeitet und die Berechnungstabelle wird korrigiert

2. Brief von Pfarrer Dehlinger zu den Kriterien des PfarrPlans, eingeleitet mit der Nachfrage:

 

Zwei Verständnisfragen vorweg:

- Für die Reuschkirchengemeinde ist als Grundaufwand 25% angegeben, obwohl die Gemeindegliederzahl unter 2000 liegt. Was ist der Grund dafür?

- das ist ein Übernahmefehler aus den Berechnungen des PfarrPlans 2018, wo die Gemeindegliederzahl noch über 2000 lag. Das wird korrigiert.

- Bei der Tabelle mit dem erhöhten Grundbedarf (30%) ist dieser - außer bei Uhingen - für die einzelne Pfarrstelle angesetzt, unabhängig auch von deren prozentualem Umfang (zum Beispiel Adelberg). Das wundert mich, da ansonsten der Grundbedarf auf die einzelne Kirchengemeinde bezogen ist.

 

- Der Grundbedarf wird immer auf Kirchengemeinden, nicht auf Pfarrstellen bezogen. Bei Doppelgemeinden wie Wangen-Oberwälden wurde der Grundbedarf schon beim letzten PfarrPlan auf eine Stelle zusammengefasst, um keine Besserstellung getrennter Gemeinden gegenüber den fusionierten Gemeinden (Beispiel Bünzwangen-Sulpach) herzustellen.

 

3. Brief von Pfarrer Guillet zu den Kriterien des PfarrPlans, dazu die kurze Antwort von Dekan Ulmer:

Lieber Herr Guillet,

Ihren Brief stelle ich gerne auf die Homepage – er ist aber zu einem erheblichen Teil deckungsgleich mit dem schon veröffentlichten Schreiben von Herrn Dehlinger. Das mit den relativ großen Abstufungen bei den Gemeindegrößen ist schon beim letzten PfarrPlan so gehandhabt worden. Das trifft nicht nur den Distrikt Ost, sondern alle gleichmäßig. So ist etwa die Reuschgemeinde Göppingen unter 2000 Gemeindeglieder gerutscht und bekommt deshalb 10 % weniger. Absolute Gerechtigkeit gibt es halt nicht, und wir werden auch nicht alle Pfarrstellen gleich „groß“ gestalten können. Die Werte sind eine Orientierungshilfe für den PfarrPlan-Ausschuss (KBA), mehr nicht. Distriktsgrenzen sind selbstverständlich diskutabel.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Rolf Ulmer

 

4. Stellungnahme der Mitglieder des AK Pfarrplan 2024 des KGR Uhingen: Elke Großhans, Rolf Höflinger, Joachim Klein, Anneliese Maier, Martina Rupp

 

5. Vorschlag einer Berechnung nach Zahl der Gottesdienstorte (Pfarrer Dehlinger)

 

6. Mailwechsel mit Pfarrerin Miriam Springhoff zu einigen Fragen:

 

 

Liebe Frau Springhoff,

 danke für Ihre Nachfrage – meine Antworten füge ich in Ihre Fragen ein.

 Mit herzlichen Grüßen

 Ihr Rolf Ulmer

  Lieber Herr Ulmer, ich habe versucht, mich in die (für KBA-Außenstehende und Bezirksneulinge durchaus komplexen) Tabellen zum Pfarrplan einzulesen. Da Dürnau-Gammelshausen je nach Modell ja doch sehr unterschiedlich dasteht, möchte ich die Diskussionen/Entwicklungen einigermaßen mit- bzw. nachvollziehen können. Deshalb habe ich noch ein paar Verständnisfragen: 1. Sehe ich es richtig, dass Dürnau-Gammelshausen für 2030 mit Bad Boll zusammengedacht wird (und zwar mit insgesamt 150%) und es für den Pfarrplan 2024 darum geht, hier einen sinnvollen Zwischenschritt zu finden?

 Ja, genau so ist es.


2. Bei der Tabelle, die anstelle des Grundaufwands die Gottesdienstorte zugrunde legt, wird Bezgenriet zweimal angerechnet. Habe ich das richtig verstanden?
In meinen Augen müsste auf irgendeine Weise unterschieden werden zwischen einer zweiten Predigtstelle, die von zwei Gemeinden aus versorgt wird (Fall Bezgenriet) und einer zweiten Predigtstelle, die von einer einzelnen anderen Stelle aus versorgt wird (Beispiel Gammelshausen). Denn der Mehraufwand, der durch eine zweite Predigtstelle samt eigener Strukturen, eigenständigem kommunalen Gegenüber etc. entsteht, verteilt sich ja dann auf zwei oder liegt eben allein bei einer Stelle. Das ist ein Unterschied.

Ja, das geht auf einen Vorschlag von Herrn Dehlinger zurück, den ich allerdings nicht unterstütze. Er schlägt vor, alle Gottesdienstorte, die mindestens zweiwöchentlich versorgt werden, mit zu rechnen (anstelle eines Grundbedarfs, gestaffelt nach Gemeindegliedern). Deshalb wird Bezgenriet sowohl Hattenhofen wie auch Jebenhausen gutgeschrieben. Bei Hohenstaufen sind das dann sogar 3 Mal 10 Punkte (Hohenstaufen, Maitis, Wäschenbeuren)!


3. Wie findet sich denn die Kurseelsorge in all dem wieder? Frau Scheible ist mit ihren 50% Kurseelsorge ja Teil unseres Distrikts Süd und das Kurhaus schlicht geografisch auch hier angesiedelt. Wenn ich richtig gerechnet habe, wird Kollegin Scheible vor 2024 in den wohlverdienten Ruhestand treten. Ist dann eine Konstruktion denkbar, die mit diesen freiwerdenden 50 % plant? Also z.B.: Jebenhausen und Dürnau-Gammelshausen bewegen sich eigentlich auf eine 75%-Stelle zu, was es aber ja aus Gründen der (Nicht-)Besetzbarkeit nicht geben soll. Wäre denkbar, dass beide sich die 50% Kurseelsorge teilen? Sprich: Die Gemeindeanteile der beiden Pfarrstellen würden tatsächlich jeweils um 25% gekürzt. Der Distrikt Süd würde seine Einsparung von 50% erbringen. Und die beiden Pfarrstellen blieben dennoch bei 100% und damit weiterhin besetzbar. Für den Pfarrplan 2030 würde man mit dieser Lösung alle Flexibilität behalten, denn die Kurseelsorge ist als Sonderauftrag ja vermutlich ohnehin zeitlich limitiert.
Ich trage diese Idee als private Idee vor, ohne dazu eine Legitimierung seitens KGR oder Distrikt zu haben!

Die Stelle Kurseelsorge gehört nicht zum PfarrPlan, sondern ist eine landeskirchliche Stelle. Sie wird nach Auskunft des OKR mit dem Ruhestand von Frau Scheible ersatzlos gestrichen. Wir können mit dieser Stelle also leider nicht rechnen.


Ich wäre Ihnen für eine Antwort dankbar und grüße herzlich,
Miriam Springhoff.

 

7. Mailwechsel mit Pfarrer Andreas Vix zur Berücksichtigung von Pflegeheimen und der Geschäftsführung zu Bezgenriet:

Lieber Herr Ulmer,
gespannt verfolge ich, wenn es die Zeit zulässt, die Beiträge für den Pfarrplan. Vielen Dank für die Transparenz.
Mir ist eine Sache bezüglich der Entscheidungen im KBA am 7.3.2017 aufgefallen, die mir nicht stimmig vorkommt.

Weshalb werden Pflegeheime, in denen Gottesdienste gehalten werden nicht mehr berücksichtigt – mit der Begründung, dass es ohnehin überall Pflegeheime gebe.  Das ist ja nicht der Fall. In etlichen Dörfern gibt es noch kein Pflegeheim. In Göppingen dagegen gibt es mehrere Pflegeheime. Manchmal sind auch mehrere Pfarrämter für die Gottesdienste in einem Pflegeheim zuständig. In manchen Pflegeheimen mag es auch gar keine Gottesdienste geben. Dies sollte m.E. recherchiert werden. Die Verschiebung der Kriterien, die seither galten, scheint mir an diesem Punkt sehr willkürlich zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Pfarrer Andreas Vix, Hattenhofen

 

Lieber Herr Vix,

zu Ihren Fragen versuche ich gerne zu antworten:

Pflegeheime gibt es tatsächlich fast an allen Orten – auch an denen, die bisher unberücksichtigt geblieben sind. Ein Blick auf diese Liste zeigt das. Man hat bislang versucht, zwischen den Pflegeheimen zu unterscheiden, an denen regelmäßig Gottesdienste auszurichten waren, und denen, die „nur“ seelsorgerlich betreut wurden. Diese Unterscheidung war dem KBA zu willkürlich, so dass das Kriterium Pflegeheim getilgt wurde. Der KBA geht davon aus, dass die Bewohner der Pflegeheime als Gemeindeglieder gezählt werden und deshalb eine Anrechnung erfahren. Und oft genug erfolgen Bestattungen am Pflegeheimort am früheren Wohnort.


Mit herzlichen Grüßen

Ihr Rolf Ulmer

 

Lieber Herr Ulmer,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Leider bestätigt aber der Blick in die Liste, die Sie eingebunden haben, dass in vielen Dörfern kein Pflegeheim ist:

Adelberg, Albershausen, Börtlingen, Bünzwangen, Dürnau, Eschenbach, Faurndau, Holzheim, Jebenhausen, Oberwälden, Wangen, Rosswälden. Und in Uhingen mit drei Pfarrämtern steht ein einziges Pflegeheim. Oder übersehe ich einen wichtigen Faktor?

Vielleicht den, dass die Pfarrämter anderswo aushelfen (vielleicht in Göppingen, weil es dort 6 gibt?), so dass sich mehrere Pfarrämter die Gottesdienste in einem Pflegeheim teilen? Aber auch dann ist das ja eine andere Situation. Ich denke jedenfalls, dass man hier genauer sein sollte, auch recherchieren sollte, wo denn Gottesdienste stattfinden. Denn, und das stimmt ja, die Heimbewohner sind über die Gemeindeglieder erfasst. Es geht mir hier nur um Gottesdienstfeiern.

Herzliche Grüße

Andreas Vix

 

8. Mailwechsel mit Pfarrer Martinus Kuhlo, Uhingen, Antwort von Dekan Ulmer kursiv

Sehr geehrter Herr Dekan Ulmer,

wie ich der am vergangenen Dienstag versendeten Tagesordnung für den KBA entnommen habe, soll bereits am kommenden Montag über die Kriterien zur Berechnung des Grundaufwandes für den Pfarrplan 2014 entschieden werden. Ich bin über die Geschwindigkeit überrascht, mit der diese Frage nun entschieden wird. Gerne wäre der Uhinger KGR mit Ihnen auch darüber noch ins Gespräch gekommen. Jetzt bleibt mir nur, in aller Eile Ihnen noch einmal die Uhinger Sicht auf diesem Wege vorzutragen, wozu ich erst jetzt komme (Sa. Abend), nachdem der Uhinger KGR heute den ganzen Tag unterwegs war und ich für morgen vorbereitet bin:

Die Uhinger Kirchengemeinde hat schon, bevor durch die Gemeindereform in den 70er Jahren manche Ortschaften zur Stadt Uhingen gekommen sind, diese umfasst: Holzhausen, Sparwiesen, Diegelsberg, Nassachmühle. Uhingen ist daher schon historisch gesehen immer eine Kirchengemeinde gewesen, die ein Stadtgebiet und ein ländliches Gebiet „unter einen Hut“ bringen musste. Auch beim Wechsel von Baiereck und Nassach in den Kirchenbezirk Göppingen haben wir sofort eine Vollfusion durchgeführt und damit einheitliche Strukturen für ganz Uhingen geschaffen. Seither umfasst die Uhinger Kirchengemeinde 1 Stadtgebiet und 6 Dörfer. Ländlichkeit und städtisches Gepräge unter einem Dach.  Wir haben die Verantwortung in 5 Kirchen reihum Gottesdienste zu halten und das Gemeindegebiet umfasst eine große Fläche von deutlich über 10 km. Das ist m.W. nur in der Uhinger Kirchengemeinde in dieser Form im Kirchenbezirk GP gegeben.

Ich bitte Sie und den gesamten KBA im Namen der gesamten Uhinger Kirchengemeinde uns aus dieser besonderen Situation keinen Nachteil beim Pfarrplan 2024 entstehen zu lassen.

Gerade bei der Entscheidung über die Berechnung des Grundaufwandes kann es zu einer solchen Benachteiligung kommen, nämlich dann, wenn der Grundaufwand an die Existenz einer Kirchengemeinde gebunden wird. Ein Beispiel: In dem Modell 3 „einheitlicher Grundaufwand“ werden pro Kirchengemeinde 30% Grundaufwand berechnet und 10% pro Predigtstelle mit dem Ergebnis, dass Uhingen damit 90% Grundaufwand erhält. Die 3 Ebersbacher Kirchengemeinden, die ebenfalls die Verantwortung für 5 Kirchen haben, erhalten jedoch allein aufgrund der Tatsache, dass sie 3 Kirchengemeinden sind 140% Grundaufwand, also 50% oder eine halbe Stelle Grundaufwand mehr als Uhingen!!

Ich bitte Sie dringend eine solche strukturelle Benachteiligung von Uhingen nicht zu beschließen. Es kann doch nicht sein, dass Zusammenarbeit „bestraft“ wird. Uhingen hat mit einer vollfusionierten Kirchengemeinde innerhalb einer Kommune ein zukunftsfähiges Modell bereits realisiert, dass im Pfarrplan doch zumindest nicht benachteiligt werden darf.

Soweit ich es erkennen kann liegt im Moment nur ein Modell zur Berechnung des Grundaufwandes vor, dass der Situation gerecht wird, dass es sehr verschiedene Strukturen in den Kirchengemeinden des Kirchenbezirkes gibt. Das ist m.E. das Modell 4 „Gottesdienstorte“. Nur in diesem Modell wird die Fläche (wenigstens ansatzweise) berücksichtigt und nur in diesem Modell wird die Fusionierung von Kirchengemeinden nicht benachteiligt, sondern vielleicht sogar gefördert. Wäre es nicht hilfreich, wenn die Kriterien des Pfarrplanes 2024 Kirchengemeinden ermutigen in der Zukunft zusammen zu arbeiten oder gar zu fusionieren? Ich bitte Sie daher dringend, das Modell „Gottesdienstorte“ noch einmal zu erwägen und ggf. auf dieser Basis weiter zu denken.

Es ist m.E. für die Akzeptanz eines Pfarrplanes sehr wichtig, dass er auf einer als gerecht empfundenen Berechnung und Einschätzung basiert. Daher spielt es m.E. eine wichtige Rolle, für welche Berechnungsgrundlage Sie und der KBA sich entscheiden.

Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung und bitte Sie um Verständnis, dass ich event. auch noch andere Mitglieder des KBA auf unsere Sicht der Dinge ansprechen möchte.

Herzliche Grüße

M. Kuhlo

Lieber Herr Kuhlo,

 der KBA arbeitet konsequent und intensiv am PfarrPlan, aber nicht mit überzogener Geschwindigkeit. Die Situation von Uhingen ist uns bekannt und wird regelmäßig vom Uhinger Vertreter im KBA in Erinnerung gebracht. Beim letzten PfarrPlan haben aufgrund der Initative aus Uhingen die Grundbedarfe der Gemeinden noch einmal erweitert, so dass für Gemeinden über 5.000 Mitglieder 60 % Grundbedarf gerechnet werden. Die Fusion mit Baiereck wird nicht bestraft, sondern wird mit einem Zuschlag berechnet.

Über die verschiedenen Modelle der Ermittlung eines Grundbedarfs wird der KBA beraten und dabei alle Gesichtspunkte versuchen zu bedenken. Es ist natürlich möglich, dass Sie auf Mitglieder des KBA einwirken, um die Uhinger Interessenlage zu vertreten.

 Mit herzlichen Grüßen

 Ihr Rolf Ulmer

 

 

Sehr geehrter Herr Ulmer,

vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Unabhängig von der Debatte, die Pfr. Klein mit Ihnen geführt hat, möchte ich Sie noch einmal auf einen Umstand hinweisen, den wir in Uhingen als Benachteiligung empfinden würden: In dem von Ihnen in Ihrer Antwortmail erwähnten Modell 1 „2024 nach Distrikten“ erhält Uhingen (nach den Beratungsunterlagen für den KBA) 60% Grundaufwand, während die 3 Ebersbacher Kirchengemeinden 90% Grundaufwand erhalten. D.h.: Allein aufgrund der Tatsache, dass es im Stadtgebiet Ebersbach 3 Kirchengemeinden gibt erhalten diese zusammen 30% mehr Grundaufwand, obwohl auch dort (nur) 5 Kirchen zu versorgen sind und obwohl die Ausdehnungen in der Stadt Ebersbach geringer sind, als in Uhingen.

Finden Sie nicht auch, dass das eine klare Benachteiligung von Uhingen ist? Soll die Botschaft des Pfarrplanes an Uhingen sein, dass wir uns möglichst rasch in 3 Kirchengemeinden aufteilen, damit Uhingen beim Pfarrplan 2030 nicht wieder benachteiligt wird? Eine entsprechende Perspektivrechnung liegt ja bereits vor.

Ich bitte Sie noch einmal im Namen der Uhinger Kirchengemeinde: berücksichtigen Sie bitte bei der Berechnung des Grundaufwandes die besondere Situation von Uhingen – sie ist ganz überwiegend historisch gewachsen.

Herzliche Grüße

M. Kuhlo

 

Lieber Herr Kuhlo,

wir haben das bisher nicht als Benachteiligung gesehen. Denn eine schlankere Struktur wie im Fall von Uhingen macht ja auch manches einfacher. Sie haben beispielsweise nur eine Kirchenpflege statt drei in Ebersbach, nur ein Gemeindebüro, nur einen Kirchengemeinderat. Deshalb hat man die Kriterien beim PfarrPlan 2018 so gesetzt. Die damals beschlossene Staffelung des Grundaufwands wurde aufgrund des Votums von Uhingen so eingeführt.  

Aber natürlich können wir im KBA über Ihr Anliegen debattieren; ich bin sicher, Herr Höflinger wird sich dafür engagieren.

Die Idee, eine gewachsene Kirchengemeinde mit all ihren Synergien aufzuteilen, um beim nächsten PfarrPlanprozess womöglich besser dazustehen, halte ich für nicht zukunftsorientiert. Die Gesamttendenz muss für alle Gemeinden heißen, zusammenzurücken und nicht sich zu separieren.

Mit herzlichen Grüßen


Ihr Rolf Ulmer

 

 

 

Lieber Herr Ulmer,

auch beim Pfarrplan 2018 wurde es in Uhingen schon als eine Benachteiligung empfunden, dass unsere „schlankere Struktur“ uns von den Pfarrstellen abgezogen wurde. Wir haben damals uns in die Entscheidung gefügt – nicht zuletzt, weil wir natürlich ein Zustandekommen befördern wollen. Ich bitte Sie aber um Verständnis, dass uns nicht bei jedem Pfarrplan wieder unsere „schlankere Struktur“ bei den Pfarrstellen angerechnet wird. Wenn das über drei Pfarrpläne hinweg passiert (2018-2024-2030), dann ist die Benachteiligung sehr nachhaltig und in der Summe wirklich nicht gerechtfertigt. Und das Ausmaß ist erheblich: unsere „schlankere Struktur“ benachteiligt uns um eine 1/3 Pfarrstelle gegenüber den 3 Ebersbacher Gemeinden! Allein beim Pfarrplan 2024, wenn sich Modell 1 durchsetzen sollte.  

Warum wird denn nicht die umgekehrte Frage gestellt: Warum leisten sich die Ebersbacher Gemeinenden (und andere!) drei Kirchenpflegen, drei Gemeindebüros, drei Kirchengemeinderäte? Wäre das nicht die Fragerichtung, die mehr in Richtung „zusammenrücken“ wirkt? Ich bitte Sie daher noch einmal: bitte entwickeln Sie ein Modell für den Grundbedarf der Kirchengemeinden, die unseren größeren Zusammenschluss nicht benachteiligt. Eine als gerecht empfundene Lösung ist für die Akzeptanz des Pfarrplanes von großer Bedeutung.

Herzliche Grüße

Pfarrer Martinus Kuhlo

 

9. Mailwechsel Mailwechsel mit Pfarrer Joachim Klein, Uhingen, Antwort von Dekan Ulmer kursiv

 

 

Sehr geehrter Herr Dekan Ulmer,

im Nachgang zum E-Mail von Kollege Kuhlo ein wichtiger Hinweis in Sachen „Pfarrplan“ auf einen alten Fehler, den ich eben erneut entdeckt habe:

Es ist positiv, dass in der letzten KBA-Sitzung im März beschlossen wurde, gerade geschehene Fusionen zu berücksichtigen. U.a. heißt es deshalb auf der Seite http://www.ev-kirche-goeppingen.de/dekanatkirchenbezirk/pfarrplan-2024/kba-beratungsunterlagen/ :  „Uhingen bekommt für Baiereck einen Zuschlag von 10 % (entsprechend der Differenz von 15 auf 25 %)“.

Allerdings wird in der jetzt aufgeführten Vorlage für den KBA am 3.4. in der ersten Exceltabelle „2024 nach Distrikten“ (=1.Berechnung wie bei PfarrPlan 2018 mit gestaffeltem Grundbedarf) eine fehlerhafte Zahl fortgeschrieben: Da wir in Uhingen insgesamt über 5000 Gemeindeglieder sind, haben wir schon von daher 60% Grundaufwand – und starten mit dieser Zahl (s. oben Tabelle „über 5000“), zu der die 10% für die neue Fusion dann hinzukommen.

Wir hatten in der Stellungnahme, die Sie unter „Diskussionsbeiträge“ veröffentlicht haben, schon auf diesen Fehler hingewiesen: „…sieht das nach einem Schreibfehler aus. Nach der Berechnungsgrundlage sind es nämlich 60% für Gemeinden mit mehr als 5000 Gemeindegliedern“.

Zu diesen 60%, die uns rein quantitativ berechnet werden, kommen dann die 10%  als qualitatives Kriterium wegen der frisch mit uns fusionierten Gemeinde Baiereck hinzu. Das entspricht dann genau den kleinen fusionierten Doppelgemeinden unter 2000 Gemeindegliedern  -  die als frisch Fusionierte „belohnt“ werden  und auf die quantitative Ebene gehoben werden, als wären sie über 2000 Gemeindeglieder…

Im Endeffekt kommt deshalb in dieser (allerersten, von 2018 geprägten) Berechnungsart nach Modell 1 für Uhingen die Zahl 260,5132 heraus.

Ich bitte Sie herzlich und dringlich, diesen alten Fehler zu berichtigen, damit auch innerhalb dieser 1. Berechnungsart etwas mehr Gerechtigkeit entsteht.

Dies betrifft auch das Papier „Vergleich der Pfarrplanberechnungen“ unter  http://www.ev-kirche-goeppingen.de/fileadmin/mediapool/gemeinden/KB_goeppingen/Dokumente/2017-03-13_Vergleich_Rechnungen.pdf . Auch hier muss in der ersten Tabellenspalte unter „Modell 1 – Kriterien 2018“ die Zahl 260,5132 stehen.

Ich bitte Sie, dies zu ändern, damit der KBA am Montag aufgrund einigermaßen vergleichbarer Zahlen debattiert.

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für den Sonntag,

Joachim Klein

 

 

Lieber Herr Klein,

wenn wir davon ausgehen, dass wir für Doppelgemeinden einen Zuschlag von 10 % gewähren (beispielsweise Roßwälden-Weiler), ist das für Uhingen sachgemäß, für die Doppelgemeinde Uhingen-Baiereck einen Zuschlag von 10 % zu rechnen. Alternativ könnten wir darüber reden, die beiden Gemeinden ganz separat zu betrachten, dann wäre für Baiereck in Grundbetrag von 15 % anzunehmen.

Was aber gar nicht geht, ist für Uhingen eine Gemeindegliederzahl von 5.154 anzunehmen (also mit Baiereck) und deshalb einen Grundansatz von 60 % zu rechnen - und dann noch einmal Baiereck mit 15 % obendraufzuschlagen! Damit wäre Baiereck doppelt berücksichtigt worden. Wir haben deshalb für Uhingen eine Gemeindegliederzahl von 4.766 angesetzt (ohne Baiereck) und kommen daher auf einen Grundbedarf von 50 %. Baiereck ist dann mit 10 oder maximal 15 % dazuzurechnen.

Ich werde – wie immer – die vorgetragenen Argumente auf unserer Homepage hinterlegen, um die vereinbarte Transparenz herzustellen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Rolf Ulmer

 

 

 

Lieber Herr Ulmer,

vielen Dank für Ihre Antwort!

Ich finde es ermutigend, dass Sie es für möglich halten, darüber zu reden, dass für Baiereck 15% angerechnet werden.

Andernfalls würde die Fusion bei uns im Grunde nicht angerechnet – denn dann kämen wir auch über die reine Gemeindegliederzahl auf denselben Grundaufwand.

Das Grundproblem ist m.E., dass in dieser Berechnungsart (Modell 1) zu wenig unterschieden wird zwischen quantitativen und qualitativen Kriterien.

Es gibt z.B. auch eine Reihe kleinere neu fusionierter (was sehr zu begrüßen ist!) Doppelgemeinden, in denen die größere Hauptgemeinde schon unter 1000 gerutscht ist – und die trotzdem (völlig zu Recht) genauso behandelt werden wie deutlich größere fusionierte Gemeinden.

Deshalb fand und finde ich es durchaus gerechtfertigt und in diesem Berechnungsmodell auch logisch, in Uhingen einerseits bei der jetzt gesamten Gemeindegliederzahl anzufangen und dann einen qualitativen Zuschlag für die Fusion zu geben

Wie sich das im von Ihnen als Beispiel genannten Roßwälden(-Weiler) verhält, kann ich nicht ersehen, weil die Zahl für Weiler nicht erscheint  - wie übrigens auch in Uhingen nicht die Zahlen für Holzhausen, Sparwiesen, Diegelsberg-Nasachmühle.

Warum das so ist, erschließt sich mir nicht.

Wir aus Uhingen befürworten dieses Modell aus den genannten Zwiespältigkeiten zwar nicht, da es u.E. zu wenig hilft, kleinteilige Strukturen miteinander zu überwinden. Aber ich danke Ihnen für Ihr Entgegenkommen, was die Förderung von Fusionen betrifft.

Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen,

Joachim Klein

 

 10. Hinweis von Pfarrer Andreas Vix, Hattenhofen, zum Aufwand für die Geschäftsführung

 

 

Lieber Herr Ulmer,

da ich nun bei der letzten KBA Sitzung dabei gewesen bin (von der ich angetan war),

habe ich bemerkt, dass in der zu fällenden Entscheidung über die Modelle 1 und 4 die Frage nach dem Aufwand für eine eigenständige Kirchengemeinde zur Diskussion stand. Könnten Sie daher diesen Brief auch wieder veröffentlichen? Vielen Dank vorab.

 

Seit 13 Jahren betreue ich als Pfarrer neben „meiner“ Kirchengemeinde eine andere selbstständige Kirchengemeinde. Worin liegt der Unterschied zwischen einer Gemeinde, die fusioniert ist und einer Gemeinde, die selbstständig ist?

Eine Gemeinde, die selbstständig ist, hat einen eigenen Kirchengemeinderat mit seinen Ausschüssen und eine eigene Kirchenpflege. Ob es ein eigenes Pfarrbüro gibt, ist von dieser Frage unabhängig und kann so oder so vor Ort entschieden werden.

Welchen zeitlichen Mehraufwand bedeutet es für eine Pfarrperson, um eine selbstständige Kirchengemeinde anstatt einer fusionierten Gemeinde zu betreuen? Nach meinen Erfahrungen knapp gerechnet im Schnitt 2 Std. wöchentlich für eine kleine Gemeinde (bis 1000 Einwohner) (für Vorbereitung und Durchführung der Kirchengemeinderat Sitzung bzw. Dienstbesprechungen mit der Kirchenpflege, Anordnungen für Auszahlungen, Erstellung von Haushaltsplänen usw.)  Sicherlich wird der Aufwand höher, je größer die Gemeinde ist.

Vielleicht ist dieser Hinweis hilfreich für Ihre Beratungen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Vix

 

11. Mailwechsel mit Prof. Eberhard Gülch zu Bezgenriet/Jebenhausen/Hattenhofen

 

 

(Antwort Dekan Ulmer kursiv nach der Mail)

Lieber Herr Ulmer,

Vielen Dank für die neuen Infos auf der Homepage.

Mir ist nicht ganz klar,  wie ich die folgende Tabelle aus der  Datei

2017-04-07_Entwurf_Pfarrplan_2024_Entwicklungsraeume.xlsx

Im Tabellenblatt 2024 nach Distrikten

verstehen soll:

Heiningen

Hauff

100%

Eschenbach

N.N.

50%

Bad Boll

Schart

100%

Dürnau

Springhoff

100%

Gammelshausen

Springhoff

 

Bezgenriet

Vix (Geschäftsführung)

 

 

 

450%


Die Summe Pfarrstellen 450% wird gerechnet aus:      SUMME(C25:C64) was ich nicht verstehe.   es sollte doch  SUMME (C25:C30) sein oder?


Wenn ich He-Esc-BB-D-Ga Pfarrstellen zusammenrechne komme ich auf 350% oder?
Je und Ha sind ja als jeweils ganze Pfarrstellen in anderen Entwicklungsräumen gerechnet.



In dem Zusammenhang ist mir unklar, was folgender Hinweis im gleichen Tabellenblatt bedeutet:

Göppingen SKOH West

Ulmer (-> Weidle)

100%

Göppingen SKOH Süd

Comtesse

100%

Göppingen SKOH Nord

Weidle

100%

Göppingen Martin Luther

Käss

75%

Göppingen Reuschkirche

Friz

100%

Göppingen Waldeckkirche

Waldvogel

75%

Jebenhausen ohne Bezgenriet B

Wallentin

100%

(alternativ mit Bezgenriet gesamt)

 

550%



(alternativ mit Bezgenriet gesamt)? ist das eine denkbare Option und hiermit angedeutet?

die 550% Pfarrstellen im Bezirk Mitte sind doch für die Alternative Jebenhausen OHNE Bezgenriet B gerechnet und stimmen mit 550%.
also taucht eine alternative Berechnung hier noch gar nicht auf oder?

Dann sollte doch aber auch z.B. in diesem Abschnitt zur Diskussion stehen alternativ mit Bezgenriet B,
bzw. bei Hattenhofen alternativ mit Bezgenriet gesamt, bzw. alternativ mit Bezgenriet A



Herzliche Grüße
Eberhard Gülch

Lieber Herr Gülch,

danke für Ihre Nachfrage!

Tatsächlich ist die Summenformel in der genannten Tabelle falsch – das rührt daher, dass ich die Gemeinden nach Entwicklungsräumen umsortiert habe. Offenbar ist da ein alter Bezug übernommen worden. Ich korrigiere das.

Die Angaben in der Tabelle zu Jebenhausen und Bezgenriet sind missverständlich. Gemeint ist schlicht: wenn man nur Jebenhausen zu Göppingen schlägt, kommen dabei 63,44286 % einer Vollzeitstelle heraus. Wenn ganz Bezgenriet dazukommt, wird für Jebenhausen + Bezgenriet ein Stellenumfang von 63,44286 % + 37,02268 % = 100,46554 % errechnet – dann geht für den PfarrPlan 2024 eine Konstruktion, die keine Anbindung an Göppingen erfordert. Klar kann man auch Hattenhofen und Bezgenriet denken, hat dann aber Jebenhausen mit 63 % übrig und muss dann nach einer passenden Anbindung suchen. Wir werden das auf jeden Fall auch diskutieren. Ich füge beide Variationen in die Tabellen ein.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Rolf Ulmer