Diskussionsbeiträge

Einige sachliche Korrekturen (z.B. Korrektur der Zahl der Kindergartenplätze) wurde direkt in die Unterlagen eingetragen. Weitergehende Diskussionsbeiträge sind hier zu finden - kursiv sind die Bearbeitungsvermerke eingefügt:

1. Brief von Pfarrer Schneider zu den Angaben über die Gemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat

- die im Brief genannten Kritikpunkte werden bearbeitet und die Berechnungstabelle wird korrigiert

2. Brief von Pfarrer Dehlinger zu den Kriterien des PfarrPlans, eingeleitet mit der Nachfrage:

 

Zwei Verständnisfragen vorweg:

- Für die Reuschkirchengemeinde ist als Grundaufwand 25% angegeben, obwohl die Gemeindegliederzahl unter 2000 liegt. Was ist der Grund dafür?

- das ist ein Übernahmefehler aus den Berechnungen des PfarrPlans 2018, wo die Gemeindegliederzahl noch über 2000 lag. Das wird korrigiert.

- Bei der Tabelle mit dem erhöhten Grundbedarf (30%) ist dieser - außer bei Uhingen - für die einzelne Pfarrstelle angesetzt, unabhängig auch von deren prozentualem Umfang (zum Beispiel Adelberg). Das wundert mich, da ansonsten der Grundbedarf auf die einzelne Kirchengemeinde bezogen ist.

 

- Der Grundbedarf wird immer auf Kirchengemeinden, nicht auf Pfarrstellen bezogen. Bei Doppelgemeinden wie Wangen-Oberwälden wurde der Grundbedarf schon beim letzten PfarrPlan auf eine Stelle zusammengefasst, um keine Besserstellung getrennter Gemeinden gegenüber den fusionierten Gemeinden (Beispiel Bünzwangen-Sulpach) herzustellen.

 

3. Brief von Pfarrer Guillet zu den Kriterien des PfarrPlans, dazu die kurze Antwort von Dekan Ulmer:

Lieber Herr Guillet,

Ihren Brief stelle ich gerne auf die Homepage – er ist aber zu einem erheblichen Teil deckungsgleich mit dem schon veröffentlichten Schreiben von Herrn Dehlinger. Das mit den relativ großen Abstufungen bei den Gemeindegrößen ist schon beim letzten PfarrPlan so gehandhabt worden. Das trifft nicht nur den Distrikt Ost, sondern alle gleichmäßig. So ist etwa die Reuschgemeinde Göppingen unter 2000 Gemeindeglieder gerutscht und bekommt deshalb 10 % weniger. Absolute Gerechtigkeit gibt es halt nicht, und wir werden auch nicht alle Pfarrstellen gleich „groß“ gestalten können. Die Werte sind eine Orientierungshilfe für den PfarrPlan-Ausschuss (KBA), mehr nicht. Distriktsgrenzen sind selbstverständlich diskutabel.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Rolf Ulmer

 

4. Stellungnahme der Mitglieder des AK Pfarrplan 2024 des KGR Uhingen: Elke Großhans, Rolf Höflinger, Joachim Klein, Anneliese Maier, Martina Rupp

 

5. Vorschlag einer Berechnung nach Zahl der Gottesdienstorte (Pfarrer Dehlinger)

 

6. Mailwechsel mit Pfarrerin Miriam Springhoff zu einigen Fragen:

 

 

Liebe Frau Springhoff,

 danke für Ihre Nachfrage – meine Antworten füge ich in Ihre Fragen ein.

 Mit herzlichen Grüßen

 Ihr Rolf Ulmer

  Lieber Herr Ulmer, ich habe versucht, mich in die (für KBA-Außenstehende und Bezirksneulinge durchaus komplexen) Tabellen zum Pfarrplan einzulesen. Da Dürnau-Gammelshausen je nach Modell ja doch sehr unterschiedlich dasteht, möchte ich die Diskussionen/Entwicklungen einigermaßen mit- bzw. nachvollziehen können. Deshalb habe ich noch ein paar Verständnisfragen: 1. Sehe ich es richtig, dass Dürnau-Gammelshausen für 2030 mit Bad Boll zusammengedacht wird (und zwar mit insgesamt 150%) und es für den Pfarrplan 2024 darum geht, hier einen sinnvollen Zwischenschritt zu finden?

 Ja, genau so ist es.


2. Bei der Tabelle, die anstelle des Grundaufwands die Gottesdienstorte zugrunde legt, wird Bezgenriet zweimal angerechnet. Habe ich das richtig verstanden?
In meinen Augen müsste auf irgendeine Weise unterschieden werden zwischen einer zweiten Predigtstelle, die von zwei Gemeinden aus versorgt wird (Fall Bezgenriet) und einer zweiten Predigtstelle, die von einer einzelnen anderen Stelle aus versorgt wird (Beispiel Gammelshausen). Denn der Mehraufwand, der durch eine zweite Predigtstelle samt eigener Strukturen, eigenständigem kommunalen Gegenüber etc. entsteht, verteilt sich ja dann auf zwei oder liegt eben allein bei einer Stelle. Das ist ein Unterschied.

Ja, das geht auf einen Vorschlag von Herrn Dehlinger zurück, den ich allerdings nicht unterstütze. Er schlägt vor, alle Gottesdienstorte, die mindestens zweiwöchentlich versorgt werden, mit zu rechnen (anstelle eines Grundbedarfs, gestaffelt nach Gemeindegliedern). Deshalb wird Bezgenriet sowohl Hattenhofen wie auch Jebenhausen gutgeschrieben. Bei Hohenstaufen sind das dann sogar 3 Mal 10 Punkte (Hohenstaufen, Maitis, Wäschenbeuren)!


3. Wie findet sich denn die Kurseelsorge in all dem wieder? Frau Scheible ist mit ihren 50% Kurseelsorge ja Teil unseres Distrikts Süd und das Kurhaus schlicht geografisch auch hier angesiedelt. Wenn ich richtig gerechnet habe, wird Kollegin Scheible vor 2024 in den wohlverdienten Ruhestand treten. Ist dann eine Konstruktion denkbar, die mit diesen freiwerdenden 50 % plant? Also z.B.: Jebenhausen und Dürnau-Gammelshausen bewegen sich eigentlich auf eine 75%-Stelle zu, was es aber ja aus Gründen der (Nicht-)Besetzbarkeit nicht geben soll. Wäre denkbar, dass beide sich die 50% Kurseelsorge teilen? Sprich: Die Gemeindeanteile der beiden Pfarrstellen würden tatsächlich jeweils um 25% gekürzt. Der Distrikt Süd würde seine Einsparung von 50% erbringen. Und die beiden Pfarrstellen blieben dennoch bei 100% und damit weiterhin besetzbar. Für den Pfarrplan 2030 würde man mit dieser Lösung alle Flexibilität behalten, denn die Kurseelsorge ist als Sonderauftrag ja vermutlich ohnehin zeitlich limitiert.
Ich trage diese Idee als private Idee vor, ohne dazu eine Legitimierung seitens KGR oder Distrikt zu haben!

Die Stelle Kurseelsorge gehört nicht zum PfarrPlan, sondern ist eine landeskirchliche Stelle. Sie wird nach Auskunft des OKR mit dem Ruhestand von Frau Scheible ersatzlos gestrichen. Wir können mit dieser Stelle also leider nicht rechnen.


Ich wäre Ihnen für eine Antwort dankbar und grüße herzlich,
Miriam Springhoff.

 

7. Mailwechsel mit Pfarrer Andreas Vix zur Berücksichtigung von Pflegeheimen und der Geschäftsführung zu Bezgenriet:

Lieber Herr Ulmer,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Leider bestätigt aber der Blick in die Liste, die Sie eingebunden haben, dass in vielen Dörfern kein Pflegeheim ist:

Adelberg, Albershausen, Börtlingen, Bünzwangen, Dürnau, Eschenbach, Faurndau, Holzheim, Jebenhausen, Oberwälden, Wangen, Rosswälden. Und in Uhingen mit drei Pfarrämtern steht ein einziges Pflegeheim. Oder übersehe ich einen wichtigen Faktor?

Vielleicht den, dass die Pfarrämter anderswo aushelfen (vielleicht in Göppingen, weil es dort 6 gibt?), so dass sich mehrere Pfarrämter die Gottesdienste in einem Pflegeheim teilen? Aber auch dann ist das ja eine andere Situation. Ich denke jedenfalls, dass man hier genauer sein sollte, auch recherchieren sollte, wo denn Gottesdienste stattfinden. Denn, und das stimmt ja, die Heimbewohner sind über die Gemeindeglieder erfasst. Es geht mir hier nur um Gottesdienstfeiern.

Herzliche Grüße

Andreas Vix

 

Lieber Herr Vix,

zu Ihren Fragen versuche ich gerne zu antworten:

Pflegeheime gibt es tatsächlich fast an allen Orten – auch an denen, die bisher unberücksichtigt geblieben sind. Ein Blick auf diese Liste zeigt das. Man hat bislang versucht, zwischen den Pflegeheimen zu unterscheiden, an denen regelmäßig Gottesdienste auszurichten waren, und denen, die „nur“ seelsorgerlich betreut wurden. Diese Unterscheidung war dem KBA zu willkürlich, so dass das Kriterium Pflegeheim getilgt wurde. Der KBA geht davon aus, dass die Bewohner der Pflegeheime als Gemeindeglieder gezählt werden und deshalb eine Anrechnung erfahren. Und oft genug erfolgen Bestattungen am Pflegeheimort am früheren Wohnort.


Mit herzlichen Grüßen

Ihr Rolf Ulmer


Lieber Herr Ulmer,
gespannt verfolge ich, wenn es die Zeit zulässt, die Beiträge für den Pfarrplan. Vielen Dank für die Transparenz.

 

Mir ist eine Sache bezüglich der Entscheidungen im KBA am 7.3.2017 aufgefallen, die mir nicht stimmig vorkommt.

Weshalb werden Pflegeheime, in denen Gottesdienste gehalten werden nicht mehr berücksichtigt – mit der Begründung, dass es ohnehin überall Pflegeheime gebe.  Das ist ja nicht der Fall. In etlichen Dörfern gibt es noch kein Pflegeheim. In Göppingen dagegen gibt es mehrere Pflegeheime. Manchmal sind auch mehrere Pfarrämter für die Gottesdienste in einem Pflegeheim zuständig. In manchen Pflegeheimen mag es auch gar keine Gottesdienste geben. Dies sollte m.E. recherchiert werden. Die Verschiebung der Kriterien, die seither galten, scheint mir an diesem Punkt sehr willkürlich zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Pfarrer Andreas Vix, Hattenhofen