Distriktsversammlung Süd am 22. Juni 2017

Bei der Distriktsversammlung stellten Dekan Ulmer und Herr Veil den Beschlussvorschlag für den Distrikt Süd vor. Die zugehörige Präsentation ist hier zu finden.

 

In der Aussprache wurde klargestellt, dass der KBA nicht vorschlägt, den Distrikt in zwei Distrikte aufzuteilen. Vielmehr wurden zwei Teilgebiete mit "Voralb" (in der Karte blau und orange) und "Südwest" (in der Karte grün) benannt, die zusammen den Distrikt Süd ausmachen. Der Vorschlag des KBA, den Distrikt um Albershausen und Schlierbach zu erweitern (bisher Distrikt West), stieß auf geteilte Resonanz.

 

Die Gemeinden Bezgenriet, Hattenhofen und Jebenhausen stellten ein alternatives Modell vor, das unter dem Titel "6 für 9" eine distriktsweite Zusammenarbeit vorschlägt. Die zugehörige Präsentation ist hier zu finden.

 

Auf die Frage, welche Gemeinden einander nahestehen und eine engere Zusammenarbeit für möglich halten, wurden genannt:

  • Bezgenriet, Hattenhofen und Jebenhausen
  • Zell und Hattenhofen
  • Bad Boll und Zell
  • Dürnau/Gammelshausen, Bad Boll und Heiningen
  • Jebenhausen/Bezgenriet und Göppingen.

Vereinbart wurde, nach einer Beratung in den Kirchengemeinderäten im Herbst eine weitere Distriktsversammlung abzuhalten, die dem KBA eine Stellungnahme übermitteln soll.

 

Klarheit besteht in der Notwendigkeit, einen Kürzungsvorschlag von 50 % für den Distrikt Süd bzw. 100 % für den Distrikt Süd mit Albershausen und Schlierbach zu formulieren und zu klären, wie diese Kürzung von den anderen beteiligten Gemeinden mitgetragen werden soll.

 

Zusammenfassung: Dekan Rolf Ulmer

Distriktsversammlung Nord am 27. Juni 2017

Bei der Distriktsversammlung stellten Dekan Ulmer und Herr Veil den Beschlussvorschlag für den Distrikt Nord vor. Die zugehörige Präsentation ist hier zu finden.

 

In der Aussprache wurde bemerkt, dass die Planung des KBA keine qualitativen Aspekte berücksichtigt (wie aktiv ist eine Gemeinde?), sondern nur quantitative.

Die ansteigende Pastorationsdichte und ihre Konsequenz für die Attraktivität des Pfarrberufs wurden gleichfalls thematisiert. Es wurde angeregt, vom Distrikt aus zu denken und funktionsgegliederte Dienstaufträge zu vergeben, die gabenorientiertes, effizientes Arbeiten ermöglichen. Pfarrstellen könnten einem Distrikt zugewiesen werden, der über einen "Pfarrerpool" für alle Gemeinden verfügt. Dekan Ulmer verweist auf die Festlegungen der Kirchengemeindeordnung, die eine Zuordnung von konkreten Pfarrpersonen zu Gemeinden verlangt, auch für den Vorsitz im Kirchengemeinderat.

Gefragt wurde nach dem "Gesicht der Kirche". Das können Pfarrpersonen sein, aber auch andere Mitarbeitende der Gemeinden. Angeregt wurde auch, statt von einem "PfarrPlan" von einem "Gemeindeentwicklungsplan" zu sprechen.

Wichtig sei es, die immer noch verbreitete Pfarrerzentriertheit hinter sich zu lassen und auch andere Berufsgruppen in den Blick zu nehmen. Auch die Verwaltung könnte sowohl verbindend wie auch entlastend gedacht werden: eine hauptamtliche Kirchenpflege für den gesamten Distrikt wäre vorstellbar. Dabei ist aber mit Widerständen in den Gemeinden zu rechnen.

Deutlich war, dass zurückgehende Pfarrerzahlen - 2030 möglicherweise nur noch drei Pfarrstellen im Distrikt Nord - dazu führen, dass das bestehende Arbeitspensum nicht mehr bewältigt werden kann. Einschnitte, beispielsweise im Gottesdienstprogramm, werden nicht zu vermeiden sein.

Gefragt wurde auch noch nach den Disktriktsgrenzen - es ist vorstellbar, dass Gemeinden in den nächsten Jahren die Zugehörigkeit zu anderen Distrikten anstreben werden. Unter anderem ist es vorstellbar, dass sich Gemeinden, die kommunal zu Göppingen gehören, um eine Mitgliedschaft in der Verbundkirchengemeinde Göppingen bewerben. Aber auch andere Distriktsverschiebungen sind vorstellbar. Sie werden aber wohl erst zum PfarrPlan 2030 aktuell sein.

 

Zusammenfassung: Dekan Rolf Ulmer

Distriktsversammlung Mitte 29. Juni 2017

Bei der Distriktsversammlung stellten Dekan Ulmer und Herr Veil den Beschlussvorschlag für den Distrikt Mitte vor. Die zugehörige Präsentation ist hier zu finden.

 

In der Diskussion wurde kritisch über die Ablehnung des Kriteriums "Umgemeindungen" gesprochen. Die Gesamtkirchengemeinde Göppingen hat relativ viele Umgemeindungen und hätte davon profitiert. Herr Veil stellt fest, dass durch die notwendige Rundung bei der Pfarrstellenbemessung die Berücksichtigung der Umgemeindungen keine Veränderung ergeben hätte.

 

Über die Umsetzung der Kürzung von 50 % wurde abgestimmt: es wurde bei drei Enthaltungen einstimmig festgelegt, dass die Pfarrstellen Martin-Luther und Waldeck (bisher je 75 %) zu einer Pfarrstelle mit 100 % verbunden werden sollen.

 

 Zusammenfassung: Dekan Rolf Ulmer

Distriktsversammlung Ost am 4. Juli 2017

Bei der Distriktsversammlung stellten Dekan Ulmer und Herr Veil den Beschlussvorschlag für den Distrikt Ost vor. Die zugehörige Präsentation ist hier zu finden.

 

In der Diskussion wurde deutlich, dass der Vorschlag für den Bereich Eislingen-Ottenbach-Salach akzeptiert wird: Die Pfarrstelle Eislingen Luther II (50 %) wird zur Streichung vorgesehen. Die Gemeinden Eislingen-Ottenbach, Eislingen Luther und Salach streben eine gemeinsame Struktur an, die nach den nächsten Kirchenwahlen 2019 umgesetzt wird. In Frage kommen eine Fusion oder die Bildung einer Gesamtkirchengemeinde oder einer Verbundkirchengemeinde.

 

Kritisch hinterfragt wurde das Kriterium "Gottesdienstorte" für die Ermittlung des Grundbedarfs. Dekan Ulmer erläuterte, warum der KBA nach kontroversen Diskussionen dieses Kriterium gewählt hat und darauf verzichtet hat, viele "weiche" Kriterien (z.B. Zahl der Kommunen, ökumenische Vernetzung usw.) einzubeziehen.

 

 

Für den Bereich der "Linie 3" gab es erhebliche Einwände und Nachfragen seitens der Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat (MUS). Es wurde deutlich, dass das Scheitern des Einigungsprozesses beim letzten PfarrPlan der Kirchengemeinde St. Gotthardt angelastet wird. Dass nun im PfarrPlan 2024 die Versorgung von St. Gotthardt MUS aufgelastet wird, empfindet man als "Bestrafung".

 

Dekan Ulmer betonte, dass der KBA die Fusion von MUS als beispielhaft und lobenswert ansieht und keinesfalls eine Bestrafung beabsichtigt. Der Vorschlag des KBA mute MUS zwar etwas zu, erhalte aber den Stellenbestand nach PfarrPlan 2018. Die eigentliche Kürzung treffe Holzheim, das dadurch auch seine Eigenständigkeit verliere.

 

Seitens der Kirchengemeinde St. Gotthardt wurde geäußert, dass man sich Manzen nicht nur räumlich nahe fühle, sondern durch die Verbindungen der Infrastruktur (Kindergarten, Schule) eine Zusammengehörigkeit vorstellbar sei. Auch ein vierwöchentlicher Gottesdienst in St. Gotthardt sei kein Problem, da Manzen nahe liegt.

 

Kritisch wurde nachgefragt, ob die Kirchengemeinde Oberwälden, die dem Fusionsprozess mit Wangen kritisch gegenüberstand, nun nicht belohnt würde, wenn die Pfarrstelle Wangen-Oberwälden diesmal nicht gekürzt würde, obwohl sie rechnerisch gemeinsam mit Faurndau nur auf 177,6 % kommt. Dekan Ulmer gab zu, dass der KBA dies nur mit Bedenken vorschlägt, aber angesichts der laufenden Neubesetzung der Pfarrstelle eine Kürzung nicht verhängen wollte, um die Besetzung nicht zu gefährden. Beim PfarrPlan 2030 ist mit einer Kürzung auf 50 % zu rechnen. Dass der KBA keine 75 %-Stellen schaffen will, weil er sie für schwer besetzbar hält, wurde kritisch hinterfragt.

 

MUS wies darauf hin, dass nun auch die beiden Pfarrstellen der Gemeinde MUS zur Wiederbesetzung anstehen. Über die Besetzbarkeit der Stellen, die nach PfarrPlan 2018 ausgeschrieben werden, gab es unterschiedliche Einschätzungen. MUS ist der Ansicht, dass die spätere Zuständigkeit für St. Gotthardt ein Handicap sei. Die Zuständigkeit für "3 Kirchtürme" mit 1,5 Stellen (ab 2030 möglicherweise nur noch mit einer) sei unzumutbar. Dagegen wurde vorgebracht, dass Hohenstaufen schon in der Vergangenheit mit einer Pfarrstelle für "drei Kirchtürme" zuständig war (Maitis, Hohenstaufen und Ottenbach) und auch nach PfarrPlan 2024 wieder sein wird (Maitis, Hohenstaufen und Wäschenbeuren). In Zukunft werde diese Situation eher Regel als Ausnahme sein.

 

Der auch schon im Brief von Pfarrer Schneider vorgebrachte Vorwurf, bereits 2018 sei eine Kürzung von Waldeck und Bodenfeld rechnerisch mehr als angebracht gewesen, was letztlich Manzen-Ursenwang-Schlat aufgefangen habe, wurde vom KBA-Vorsitzenden zurückgewiesen. 2018 kam Göppingen auf 457 % und war mit 450 % besetzt, da beim PfarrPlan 2011 Göppingen freiwillig schon auf eine ganze Stelle verzichtet hatte. Den Vorschlag, St. Gotthardt doch von Göppingen versorgen zu lassen, lehnte Dekan Ulmer ab ("St. Florians-Prinzip") und stellte fest, dass zwischen St. Gotthardt und Göppingen keine Beziehungen und Verbindungen über die Infrastruktur bestehen. Er erläuterte, dass im PfarrPlan 2024 die Pfarrstelle Martin-Luther gestrichen werde und Waldeck von 75 % auf 100 % aufgestockt werde, so dass aus zwei 75%-Stellen eine 100 % Stelle werde. Ein Anschluss von Holzheim an Göppingen sei gleichwohl möglich. Die Rechtsform der Verbundkirchengemeinde, die bis dahin gelten werde, sei anschlussfähig für weitere Gemeinden. Die Initiative müsse aber von den Außengemeinden ausgehen, da Göppingen wegen der Eingemeindungstraumata nicht den ersten Schritt tun werde.

 

Abschließend warb der Dekan um Verständnis dafür, dass der KBA Kürzungsvorgaben nicht anders umsetzen könne als mit Vorschlägen, die für alle Betroffenen schmerzlich seien. Alternativvorschläge, die darstellbar und umsetzbar seien, würden selbstverständlich vom KBA der Bezirkssynode zur Entscheidung vorgelegt.

 

Zusammenfassung: Dekan Rolf Ulmer

Distriktsversammlung West am 6. Juli 2017

Bei der Distriktsversammlung stellten Dekan Ulmer und Herr Veil den Beschlussvorschlag für den Distrikt West vor. Die zugehörige Präsentation ist hier zu finden.

 

Zum Kriterium Gottesdienstorte wurde kritisch nach den Gottesdiensten in Pflegeheimen gefragt, die nicht berücksichtigt worden sind. Die KBA-Vorsitzenden antworteten, dass die vielerlei Gottesdienste in Heimen nicht vergleichbar und nicht rechenbar erschienen seien. Außerdem würden die Heimbewohner als Gemeindeglieder gezählt und mitgerechnet.

 

Die Kirchengemeinde Faurndau teilte mit, dass nach dem schwierigen Kooperationsprozess derzeit ein Anschluss an die Verbundkirchengemeinde Göppingen im Gespräch sei. Sollte es dazu kommen, hätte das zwei Konsequenzen: zum Einen hätte der Stelleninhaber von Wangen-Oberwälden den Dienstauftrag in Faurndau dennoch zu erfüllen, aufgrund dessen die Stelle vom KBA mit 100 % bemessen wurde. Zum Anderen müsste Wangen-Oberwälden eine neue Partnerin suchen. In Frage kämen Uhingen oder der Distrikt Nord. Die Ausstattung von Wangen-Oberwälden mit 100 % wurde kritisch hinterfragt; sie wurde von Dekan Ulmer mit der gerade laufenden Neubesetzung mit 100 % begründet.

 

Dass der KBA keine 75 % - Stellen mehr schaffen möchte, da er sie für wenig attraktiv hält, wurde kritisiert. Vor allem in größeren Einheiten seien 75 % durchaus abgrenzbar und interessant. Bei 50 % - Stellen sei der Grundaufwand für Besprechungen usw. auch verhältnismäßig hoch.

 

Angeregt wurde, die kommunalen Zugehörigkeiten zu bedenken. Für Faurndau könnte das bedeuten, sich nach Göppingen zu orientieren oder auch nach Jebenhausen (gleichfalls Teil der Stadt Göppingen).

 

Die beiden anwesenden Vikarinnen betonten, dass jüngere Kolleg/innen lieber in größeren Einheiten mit anderen zusammenarbeiten möchten und Modelle wie Teampfarramt bevorzugen. Dabei sind auch eingeschränkte Dienstaufträge interessant, wenn die Pfarrpersonen ohnehin nicht mehr Hauptverdiener der Familie sind. Verwaltungsaufgaben sollten professionalisiert werden und innerhalb der größeren Einheit organisiert werden.

 

Albershausen und Schlierbach, die gemeinsam auf 150 % kommen, stehen erst am Anfang eines Orientierungsprozesses. Die Umordnung in den Süddistrikt, wie vom KBA vorgeschlagen, ist möglicherweise nicht umsetzbar. Alternativ könnten sich die Gemeinden auch an Ebersbach anschließen.

 

Grundsätzlich wurde nach neuen Formen der Zusammenarbeit gefragt: Pfarrer/innen, die für den ganzen Bezirk Aufgaben übernehmen, Diakonenstellen, die beispielsweise die Pflegeheime eines ganzen Distrikts versorgen. Deutlich war auch das Votum, dass die anstehenden Entscheidungen keinen Zeitdruck vertragen und die Beratungsprozesse erst anlaufen. Ein Beschluss sei deshalb erst auf der Frühjahrssynode möglich.

 

Zusammenfassung: Dekan Rolf Ulmer