Leben und Glauben

Auf dieser Seite und ihren Unterseiten finden Sie alle möglichen Anregungen und Auskünfte zu Fragen des christlichen Glaubens und zu den Angeboten der evangelischen Kirche.

 

Ostern – Leben statt Tod

Die Auferstehung Jesu verändert alles. Seine Verurteilung und seine qualvolle Hinrichtung entsprachen noch voll und ganz dem, was die Todesmächte aller Zeiten mit den Menschen anrichten. In Syrien, im Jemen und an so vielen anderen Orten der Welt ist nur zu deutlich zu sehen, wie Gewalt ausgeübt wird und Menschen getötet werden. Es hat den Anschein, dass die Mächtigen und die Gewalttäter immer die Oberhand behalten werden.

 

Doch seit Ostern gibt es Hoffnung. Das Grab Jesu ist leer. Die Botschaft des Engels ist klar und deutlich: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“

 

Und das heißt zugleich: Nicht die Gewalttäter und Mörder behalten die Oberhand. Gott stellt sich auf die Seite der Opfer. Die Auferstehung Jesu sagt: Am Ende wird das Leben siegen. Die Liebe ist stärker als der Hass.

 

Und bis dahin sind Christen – um es mit Blumhardt zu sagen – „Protestleute gegen den Tod“. Sie setzen sich für Frieden ein und für ein gutes Zusammenleben der Menschen. Sie engagieren sich gegen Fremdenhass und für die Schwachen der Gesellschaft. So wird die Auferstehungsbotschaft erfahrbar und erlebbar – schon heute!

 

Dekan Rolf Ulmer, Göppingen

Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst (Offenbarung 21, 6b)

Vor vielen Jahren verbrachte ich mit meiner Familie den Sommerurlaub auf der griechischen Insel Naxos. Naxos gilt eigentlich als grüne Insel, da sie verhältnismäßig üppig bewachsen ist. In diesem Jahr war es aber sehr trocken. Viele Bäche waren ausgetrocknet, das Gras war verdorrt. Büsche und Bäume zeigten alle Symptome des Wassermangels.

 

Doch einmal kamen wir auf einer Fahrt über die Insel in eine Talsenke, in der es ganz anders aussah: die Bäume waren voll mit grünen Blättern, selbst frisches Gras wuchs im Tal. Viele Vögel zwitscherten, die Gegend war voller Leben. Die Ursache wurde uns durch ein Schild an Straßenrand auch gleich angezeigt: „Pros Piji“ stand da – „zur Quelle“. Tatsächlich entsprang da unten eine Quelle und versorgte ihr Umfeld üppig mit Wasser. An ihr lag es, dass alles so üppig gedieh!

 

Wovon leben wir? Ohne Wasser gibt es kein Leben. Die Menschen in den Trockenregionen der Welt wissen das nur zu gut. Deshalb hat auch die aktuelle Kampagne von Brot für die Welt das Thema „Wasser“ im Mittelpunkt. Menschen sollen Zugang zu sauberem Wasser bekommen, zum Trinken, zum Waschen, zum Gießen. Durch den Bau von Brunnen, Leitungssystemen und Wasserspeichern sollen Menschen das lebenswichtige Nass bekommen.

 

Weil Wasser so wichtig ist, steht es im übertragenen Sinn auch für anderes, was lebensnotwendig ist. Gottes Versprechen „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ kann sagen: Ich will denen beistehen, die nach Lebenssinn suchen. Will denen nahe sein, die sich danach sehnen, dass sie jemand annimmt, wie sie sind. Mit all ihren Grenzen und Schwächen, mit ihrer vielfach gebrochenen Lebensgeschichte. Gott will denen helfen, die nicht mehr weiterwissen in ihrem Leben und nach Orientierung suchen. Er will denen lebendiges Wasser schenken, die nichts dafür geben können: keinen starken Glauben, kein vorbildliches Leben. Nur leere Hände und das Bedürfnis, den Lebensdurst gestillt zu bekommen.

 

Wir sind eingeladen, von diesem lebendigen Wasser zu trinken. In den Gottesdiensten der Gemeinden, in Andachten, in kirchenmusikalischen Veranstaltungen, in der persönlichen Bibellese, im Gebet. Gott selbst lädt ein – und er stillt den Durst nach Leben!

 

Dekan Rolf Ulmer, Göppingen

Mehr zur Jahreslosung

Prälatin Gabriele Wulz geht in ihrem Neujahrsbrief ebenfalls auf die Jahreslosung ein. Er ist hier zu finden.

 

Weitere Materialien zur Jahreslosung finden sich auf der Seite Jahreslosung.info, die vom Landesjugendwerk betrieben wird.