Bezirkssynode am 9. Mai 2017

„Die 68er werden 68 – Seniorenarbeit im Wandel“
Auf der Bezirkssynode am 9. Mai beschäftigten sich Delegierte aller evangelischen Kirchengemeinden in Göppingen unter dem Motto „Die 68er werden 68“ mit aktuellen Herausforderungen in der Seniorenarbeit und Erwachsenenbildung. Die Referentin Ulla Reyle von der Landesarbeitsgemeinschaft Evangelische Senioren in Württemberg beschrieb diese Generation der zukünftigen Seniorinnen und Senioren als auffallend selbstbestimmt, hoch qualifiziert und motiviert. Allerdings ist diese Generation oft über einen Großteil ihres Lebens kaum mit Kirche in Berührung gekommen und würde sich auch deshalb wenig von üblichen kirchlichen Angeboten wie „Seniorenkreis“ oder „Seniorencafé“ angesprochen fühlen. Diese Generation brauche weniger „Fürsorge“ als vielmehr einen „gestalteten Rahmen für gesellschaftliche Teilhabe“.
Im Verlauf der Diskussionen und Workshops wurde deutlich, dass es zum einen in einigen Gemeinden in Göppingen bereits gut funktionierende Angebote für Menschen dieses Alters gibt, zum anderen es für die Kirchen wieder einmal lohnend sein kann, unter Rückbesinnung auf ihre Wurzeln in ihrer aktuellen Ausprägung kreativ zu werden. Insbesondere für die Begleitung der nächsten Generation von „Senioren“, die sich kaum so bezeichnen lassen wollen, kann ein Schlüssel sein, schon bei der Themenfindung und Planung für Veranstaltungen diese älter werdenden Menschen mit ihren vielfältigen Gaben und Erfahrungen miteinzubeziehen.
Jens Koenen, Hohenstaufen