95 neue Thesen

Martin Luther hat mit den 95 Thesen von 1517 zu Buße und Ablass die Reformation ausgelöst. 

Für uns war das Anlass, Menschen aus Gesellschaft, Politik, Kultur und Kirche zu fragen, was sie zum Thema christlicher Glaube und Kirche meinen. Wahlweise konnten drei Satzanfänge fortgeführt werden:

 

•    Für mich heißt Christsein heute…
•    Evangelisch sein bedeutet für mich…
•    Ich wünsche mir eine Kirche, die…

 

Diese Statements finden Sie hier!

Mirjam Alber, Sozialmanagerin, BAK-Mitglied des ejgp

"Ich wünsche mir eine Kirche,

- die einen Ort der Sicherheit und Geborgenheit darstellt,

- die Alt und Jung offen aufnimmt,

- die jedem die Möglichkeit bietet sich frei zu entfalten.

So kann gemeinsam etwas bewegt und weiterentwickelt werden."

Heike Baehrens, Mitglied des Bundestages SPD-Fraktion

„Ich wünsche mir eine Kirche, die Orientierung gibt in unruhiger Zeit und der weit verbreiteten Hoffnungslosigkeit etwas entgegengesetzt – eine Kirche, die Räume schafft, in denen Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenfreundlichkeit gelebt und eingeübt werden können.“

Michael Baumeister, Vorsitzender des CVJM Uhingen e.V.

"Für mich heißt Christ sein heute in dieser oft wirren Welt stets einen „Halt“ zu haben. Alleine im Gebet oder in der Gemeinschaft von Gruppen, Kreisen und auf Freizeiten über Gott und meinen Glauben sprechen - auch kritisch hinterfragen und stets offen sein für meine Mitmenschen und Neues."

Karl Benz, Pfarrer i.R.

„Für mich heißt Christsein heute -  auf Jesus sehen! 

Gleichzeitig erlebe ich, was Menschen an Leid und Not ertragen müssen.  Das verunsichert mich im Glauben an Gott.

Dennoch will ich nicht aufhören auf Jesus zu sehen. Christus ist meine  Zuversicht Als Christ will ich anderen erzählen was der Grund meiner Zuversicht ist. Ich will von dem, was mir Gott anvertraut hat an Zeit, Gaben, Geld und Fähigkeiten mit anderen teilen.“

Jochen Bidlingmaier, Bürgermeister von Albershausen

„Für mich heißt Christ sein heute…

ein offenes Ohr zu haben für die Probleme anderer und Menschen, die in einer schwierigen Situation sind, zu unterstützen.“

Christine Braune, Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte Blumhardt-Haus

„Für mich heißt Christsein heute….

…..dass wir täglich aus der Kraft unseres Glaubens leben. Egal wer wir sind und egal woher wir kommen, wir sind miteinander auf dem Weg zu Gott.“

Leni Breymaier, SPD-Landesvorsitzende

"Ich bin evangelisch, weil die Kirche eine wichtige Institution ist für den (gerade auch zur Zeit so bitter notwendigen) gesellschaftlichen Zusammenhalt (nur eben ohne Papst, Weihrauch und Beichte)."

Jessica Eckhoff, Sopranistin

„Glauben bedeutet für mich, jeden Tag erneut Hoffnung schöpfen zu dürfen
und im Vertrauen die Möglichkeit zu haben, selbst etwas zu bewegen und zu verändern.“

Hermann Färber, Mitglied des Deutschen Bundestages CDU-Fraktion

„Ich wünsche mir eine Kirche, die nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen ist und die Menschen in diesem Land mit ihren Ängsten, Sorgen und Nöten nicht alleine lässt.“

Bärbel Fischer, Gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderates Uhingen

„Evangelisch sein bedeutet für mich Teil einer Glaubensgemeinschaft zu sein, die Toleranz, Offenheit, Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit, Menschfreundlichkeit und die Bewahrung der Schöpfung voran treibt.“

Herbert Fitterling, Finanzbürgermeister a. D., Eislingen/Fils

„Für mich bedeutet Christsein schon immer und auch heute, einen Anker zu haben, so wie es in einem Psalm geschrieben steht („du kann nicht tiefer fallen, als in Gottes Hand“).“

Oliver Franz, Bürgermeister von Ottenbach

„Ich wünsche mir eine Kirche, die die Herausforderungen der heutigen Zeit offen und mutig meistert und die durch Vermittlung von christlichen Werten jungen Leuten Halt und Orientierung gibt.“

Daniel Frey, Bürgermeister von Wangen

"Ich wünsche mir eine Kirche, die sich den Herausforderungen unserer Zeit annimmt und dabei weiterhin den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Ich wünsche mir zudem eine Kirche, die in einer sich verändernden Gesellschaft Halt und Orientierung gibt."

Berthold Frieß, Direktor beim Landtag von Baden-Württemberg (Landtagsdirektor)

 „Für mich heißt Christsein heute Gesellschaft, Religion und Politik wach wahrzunehmen und dabei konsequent für die Würde jedes einzelnen Menschen und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einzutreten.“

Brigitte Gölz, Leitung des Kinder- und Familienzentrums Christuskirche Eislingen

„Für mich heißt Christsein heute, es auch immer wieder zu sagen: ich bin froh und dankbar, dass ich aus der Vergebung leben darf und dass Jesus mein Leben reich macht.“

Martin Grenz, Mechaniker für Baumaschinentechnik, Mitglied des Kirchengemeinderates in Uhingen

"Für mich heißt Christsein heute, dass ich einen offenen Glauben leben darf ohne Angst vor Verfolgung und Ausgrenzung haben zu müssen; dass man mit Musik und Gesang Gott und Jesus loben und Junge Menschen am Glauben begeistern darf; dass man nicht nur an seinen eigenen Vorteil denkt, sondern ein hilfsbereites Miteinander lebt. Ich wünsche mir eine Kirche und Jugendarbeit, in der jeder willkommen ist und mitmachen darf und es kein Unterschied zwischen Bildung, Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft gibt, weil am Ende sind wir alle Gottes Geschöpfe."

Ulrike Haas, Leiterin Referat Kinder und Jugend Stadtverwaltung Göppingen

„Ich wünsche mir eine Kirche, die selbstkritische Fragen stellt, Fragen nach der Botschaft Jesu in der heutigen Welt. Eine Kirche, die versucht, in den Geschehnissen Gottes Botschaft zu erkennen, deren Ziel die Entfaltung des Menschen ist und nicht die Kirchen-(Dogmen)- erhaltung (nach dem Satz des kath. Theologen Alfred Loisy: „Jesu verkündete das Reich Gottes und gekommen ist die Kirche.“).“

Jonas Hansl, Wirtschaftsingenieur, Mitglied des KGR Christuskirche Eislingen/Fils, 1. Vorstand des EJW Eislingen/Fils

„Für mich heißt Christsein heute, Nächstenliebe, Toleranz und Hoffnung zu leben, andere mitzureißen und zu begeistern. Christsein ist eine Lebenseinstellung, die gelebt und weitergegeben werden sollte.“

Leon Held, Schüler

"Evangelisch sein bedeutet für mich, dass Gott jedem Menschen barmherzig zur Seite steht und Fehler verzeiht."

Jürgen Hilse, Ehem. Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Göppingen

„Für mich heißt Christsein heute dankbar zu sein für die ganze Fülle des Lebens.“

Hilde Huber, Leitende Kinderkrankenschwester Familienoase Göppingen, Mitglied des Gemeinderats Göppingen

„Für mich Christsein heute bedeutet:
Jeden Menschen mit den Augen Jesu zu sehen, ihn anzunehmen wie er ist, und zu wissen: er ist gut gemacht und er will einen guten Weg gehen. Nächstenliebe und Vertrauen sind für jeden Menschen wichtig und motivierend.“

Friederike Kapphan

"Der gemeinsame Dienst an der Welt, an der ganzen Erde und für alle Menschen muss ernst genommen werden. "Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt." (Erich Fried)."

Hans-Ulrich Kauderer, Geschäftsführer Badhotel Stauferland

"Für mich heißt Christ sein heute …
Verantwortung für sich und seine Mitmenschen; in Familie, am Arbeitsplatz und im Ehrenamt zu übernehmen."

Walter Keller

"Evangelisch, das heißt für mich:

Auf Jesus hin denken und glauben, ohne Umwege und Umschweife über Heilige, Selige, Prunkentfaltung –Abgötter-.

Evangelisch, das ist die heilige Nüchternheit meines Glaubens, doch erfüllt mit Freude, dass Jesus Christus mein Freund und Bruder ist und sein Vater, unser Vater, kein strafender oder zürnender Gott, sondern einer der Freiheit und Hoffnung."

Daniel Kohl, Bürgermeister von Gammelshausen

„Für mich heißt Christsein heute, den Alltag als Christ zu leben; mit Nächstenliebe, Demut, Aufrichtigkeit, Gottvertrauen und Liebe!“

Dorothee Kraus-Prause, Diplom-Pädagogin, Gemeinderätin, Kreis-und Regionalrätin Bd.90

"Für mich heißt Christsein heute mit Herz, Hand und Verstand den konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu unterstützen und den Menschen weltweit auf diesem Weg mit Offenheit und Respekt zu begegnen."

Katrin Küsswetter, Sopranistin und Cornelius Schörle, Chefarzt der Orthopädie

„Evangelisch sein bedeutet für uns, so in sich und seinem Glauben zu ruhen, dass man auch anderen Religionen und Lebensformen aufgeschlossen gegenüber stehen und diese uneingeschränkt akzeptieren kann, auch wenn diese nicht dem eigenen Lebensentwurf entsprechen.“

Brigitte Kurzytza, Referentin für Posaunenarbeit im Landesjugendwerk

„Evangelisch zu sein bedeutet für mich meinen christlichen Glauben offen und authentisch zu leben, mit christlicher Offenheit auf andere Menschen, Kulturen und Glaubensrichtungen zuzugehen. Andere Menschen annehmen wie sie sind und ehrlich teilhaben - das bedeutet für mich Nachfolge Christi.“

Maria Leube, Auszubildende

Für mich heißt Christsein heute…
… sich zu einer Gemeinschaft zu bekennen, die sich durch ihre Vielfalt auszeichnet und in den derzeit schweren globalen Zeiten zusammenhält und einander hilft.
 
Evangelisch sein bedeutet für mich…
… einen Glauben an Gott zu leben, der mir Freiheiten gibt, mich stärkt und mich die Person sein lässt, die ich (geworden) bin.
 
Ich wünsche mir eine Kirche, die…
…sich an ihre traditionellen Werte hält, sich aber gleichzeitig öffnet für Neues.

Alexander Maier, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, Fraktion Grüne

"Ich wünsche mir eine Kirche, die sich mit ganzer Kraft einsetzt für die Interessen der Schwächsten und der ungerecht behandelten in unserer Gesellschaft und das nicht aus Gründen moralischer Überheblichkeit, sondern um des Helfen selbst und der Solidarität willen."

Sabine Meigel, Leiterin Haus der Familie Göppingen

„Für mich heißt Christsein, mich auch heute solidarisch an die Seite von denjenigen zu stellen, die Hilfe bedürfen oder am Rand der Gesellschaft stehen. Angesichts von aktuellen Entwicklungen in unserem Land wird wieder deutlich: Die Botschaft Jesu hat nichts von ihrer Dringlichkeit verloren. In seiner Nachfolge gilt es immer wieder, sich den Menschen zuzuwenden und seinem Wort: "Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan." (Mt,25,45)“

Bernd Merkle, Mundartautor und Träger des Sebastian-Blau-Preises

„Für mich heißt Christsein heute...

verzeihen können, tolerant sein können gegenüber anders denkenden, anders fühlenden, andersartigen Menschen, wobei Toleranz Offenheit, Respekt und Humanität beinhalten sollte.

Christsein als gelebtes Miteinander frei von Vorurteilen und Ressentiments, von Eitelkeiten, Machtansprüchen und Egoismen.“

Thomas Mürder, Polizeipräsident, Leiter des Polizeipräsidiums Einsatz

„Auch dem Schüren von Ängsten setzte Martin Luther vor knapp 500 Jahren seine ‚95 Thesen‘ entgegen. Doch noch immer sieht sich unsere Gesellschaft mit vielen Ängsten konfrontiert: Angst vor Fremden, Angst vor Terrorismus, oder Angst vor dem sozialen Abstieg. Um die Stabilität und Sicherheit unserer Gemeinschaft zu erhalten, kommen wir nicht umhin, Ängsten mit der notwendigen Gelassenheit und einer differenzierten Meinungsbildung zu begegnen. Das macht uns als Gesellschaft am Ende stärker.“

Dr. Joseph Önder, Stellvertretender Schulleiter Dr. Engel-Realschule Eislingen, Diakon der Syrisch-Orthodoxen Kirchengemeinde St. Afrem in Göppingen

„Evangelische Christen bedeuten für mich: Durch meine evangelischen Geschwister habe ich u. a. gelernt, die syrisch-orthodoxen Bräuche und Riten zu reflektieren und so angefangen, mich als orthodoxer Christ zu öffnen.“

KMD Prof. D. Dr. hc. mult. Helmuth Rilling, Kirchenmusikdirektor, Dirigent, Gründer der Internationalen Bachakademie Stuttgart

„Ich wünsche mir eine Kirche , die  - im Sinn von Martin Luther  - ihre Botschaft mit ihrer Musik immer neu und freudig erklingen lässt.“

Klaus Rothaupt, Bezirkskantor und Kirchenmusikdirektor

„Für mich heißt Christsein heute,

dass ich mit meinen Gaben alle Menschen die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes spüren lasse.

Jesus hat das vorgelebt, daran orientiere ich mich.“

Edelgard Schön, Bezirksjugendreferentin und Diakonin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

„Für mich heißt Christsein heute – mit Gottes Nähe und Wirken in dieser Welt zu rechnen!“

Detlev Schorlau, Künstler

„Ich wünsche mir eine Kirche, die für alle Menschen da ist für Freiheit, Gerechtigkeit, Geborgenheit und die mir den Weg dorthin zeigt.“

Thomas Schubert, Bürgermeister von Eschenbach

„Ich wünsche mir eine Kirche, die auch in Zukunft über die personellen Möglichkeiten verfügt, um die so wichtige Basisarbeit vor Ort weiterhin zu gewährleisten.“

Ina Steiert, FSJlerin im Kindergarten

„Evangelisch sein bedeutet für mich in einer Kirche zu sein die dich in deinem Glauben unterstützt.“

Werner Stepanek, Ehem. Leiter der Kaufmännischen Schule Göppingen, Vorsitzender des Kuratoriums der Evangelischen Akademie Bad Boll und Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands

"Für mich heißt Christsein heute,  ... 

Kreuz und quer  zu  l(i)eben."

Tina Stroheker, Schriftstellerin

Foto: Horst Alex

"Ich wünsche mir eine Kirche, die

•Mut hat und für Gerechtigkeit eintritt

•Liebe lebt und zu allen Liebenden steht

•Vertrauen aufbaut und sichere Räume schafft."

Stephanie Thumm, Juristin

"Evangelisch sein bedeutet für mich die persönliche Freiheit in Glauben und Handeln und die Gewissheit, auch in stürmischen Zeiten stets einen sicheren Hafen zu finden."

Guido Till, Oberbürgermeister der Stadt Göppingen

„Für mich heißt Christsein heute, den Glauben mit seinen festen Werten zu leben, in einer Zeit der großen religiösen Herausforderungen und gesellschaftlicher Verunsicherungen.“

Matthias Weigele, Geschäftsführer CFO / Managing Director CFO, EWS Weigele GmbH & Co. KG

„Für mich heißt Christsein heute, dass Jesus Christus die zentrale Autorität in meinem Leben ist und dass der Glaube an IHN, den Rückhalt für mein tägliches Leben darstellt.

Ich wünsche mir eine Kirche, die diese Botschaft in die Welt trägt und Menschen dadurch zum Leben ermutigt.“   

Matthias Wittlinger, Bürgermeister von Uhingen

„Für mich heißt Christsein heute, dass ich mich zunächst mit der Liebe zu Gott, der Achtung für meine Mitmenschen und mit einer Lösung für ein respektvolles Miteinander, auseinandersetze, um dies dann so konkret, wie es mir möglich ist, umzusetzen. Jeder Tag bedeutet, an diesem Glaubenstraining zu wachsen und stets mehr Vertrauen auf Gott zu entwickeln. Wir haben heute als Christen die Aufgabe, unseren Glauben offen und spürbar zu leben.“

Edgar Wolff, Landrat von Göppingen

"Für mich heißt Christsein heute ...

... an Gott zu glauben und nach den christlichen Werten wie Nächstenliebe und Gerechtigkeit im beruflichen wie auch im privaten Alltag zu handeln und zu leben. Chistsein heißt für mich auch, mich an den 10 Geboten als Leitfaden für ein friedliches Miteinander aller Menschen zu orientieren, denn diese Gebote haben bis heute - gerade auch mit Blick auf die vielen Kriege und Konflikte weltweit - nichts an ihrer Bedeutung und Gültigkeit verloren."