Von:                                            Doris Röhm

Gesendet:                                Freitag, 3. April 2009 10:29

An:                                              Doris Röhm

Betreff:                                     Rundschreiben 4/2009 des Evangelischen Dekanatamtes

Anlagen:                                   image006.png

 


Von: Rolf Ulmer
Gesendet: Freitag, 3. April 2009 09:28
An: Doris Röhm
Betreff: Rundschreiben 4/2009 des Evangelischen Dekanatamtes

 

 

 

 

 

 

 

 


Evang. Dekanat Pfarrstr. 45 73033 Göppingen

 


An alle Pfarrerinnen und Pfarrer

im Kirchenbezirk Göppingen

 
03.04.2009

 

 

 

 

 

 

Rundschreiben 4/2009 des Evangelischen Dekanatamtes

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

die bevorstehenden Osterfeiertage geben mir Anlass zu einigen Anfragen und Hinweisen. Ich beginne mit dem Wichtigsten:

 

1. In der NWZ wird zu den kirchlichen Hochfesten immer ein Bericht des Dekans zu den Gottesdiensten veröffentlicht. Mir ist deswegen daran gelegen, von Ihnen zu erfahren, falls Sie einen besonderen Gottesdienst über die Osterfeiertage planen. Ich würde dann gerne diese Informationen in meinen Artikel aufnehmen. Danke für alle Rückmeldungen!

 

2. Wenn die Gottesdienste der Karwoche und die Ostergottesdienste hinter Ihnen liegen, haben Sie das Recht, dafür bis zu drei freie Tage zu nehmen. Das trifft jedenfalls für diejenigen zu, die alleine eine oder mehrere Gemeinden zu versorgen haben. In Gemeinden mit mehreren Pfarrstellen, in denen nur wenige Gottesdienste auf eine Person fallen, dürften zwei freie Tage angemessen sein. Die Urlaubs- und Stellvertretungsverordnung sieht vor, dass wir auch während freier Tage in angemessener Frist erreichbar sein sollen (12.2). Von dieser Verpflichtung möchte ich gerne generell absehen, wenn Sie Ihre Vertretung vor Ort geregelt haben. Auf die in der Urlaubs- und Stellvertretungsverordnung verlangte Genehmigungspflicht durch das Dekanatamt möchte ich unter dieser Bedingung verzichten!

 

3. Grundsätzlich sind wir verpflichtet, für jedes Pfarramt, eine Pfarrerin oder einen Pfarrer als ordentlichen Stellvertreter zu bestimmen, der bei Verhinderung oder Ausscheiden des Amtsinhabers die pfarramtlichen Pflichten und Rechte allgemein wahrnimmt (Urlaubs- und Stellvertretungsverordnung 16.2). Soweit ich das bisher wahrgenommen habe, liegen dem Dekanatamt hier keine vollständigen Daten vor. Deswegen bitte ich Sie, in den Distrikt-KTAs diese ordentlichen Stellvertretungen zu vereinbaren. Ihre Kirchengemeinderäte sollen dazu gehört werden. Ich bitte die Distrikt-KTAs, uns die festgelegten Vertretungsregelungen bis 15. Mai mitzuteilen.

 

4. Gelegentlich gelangen Klagen an das Dekanatamt, dass Kollegen nicht oder sehr schwer erreichbar seien. Insbesondere bei anstehenden Trauerfeiern kann dies zu erheblichen Konflikten führen. Hier bitte ich dringend darum, dass Sie den Grundsatz der Erreichbarkeit ernst nehmen. Anrufbeantworter können dazu helfen, aber nur dann, wenn sie innerhalb einiger Stunden wieder abgehört werden, und wenn dann auch ein Rückruf erfolgt. Bei Krankheit, Urlaub oder dienstlicher Abwesenheit soll aus dem Anrufbeantwortertext hervorgehen, wer die pfarramtliche Vertretung wahrnimmt.

 

5. Gerne hilft das Dekanatamt bei der Suche nach Gottesdienstvertretungen durch Lektoren. Auch bei Krankheit sind wir bemüht, auch kurzfristig noch jemand zu gewinnen, der einen Gottesdienst übernimmt. Bitte melden Sie sich, falls dies erforderlich ist, so früh wie möglich. Informieren Sie bitte auch Ihren ordentlichen Stellvertreter im Pfarramt wegen etwaiger Kasualien. Dauert die Erkrankung länger als eine Woche, benötigen wir ein ärztliches Zeugnis.

 

6. In den Zeitungen war in den letzten Monaten aller möglicher Unsinn zum neuen Personenstandsgesetz zu lesen, so dass immer wieder die Meinung auftaucht, es seien kirchliche Trauungen ohne vorausgehende standesamtliche Trauung möglich. Die katholische Kirche sieht so etwas tatsächlich als Ausnahmefall vor. Rechtlich ist es aber so, dass das geänderte Personenstandsgesetz nur davon absieht, das Vornehmen einer kirchlichen Trauung ohne vorherigen standesamtliche Trauung als Ordnungswidrigkeit zu ahnden. Die Evangelische Landeskirche hält nach wie vor an den gesetzlichen Regelungen fest und hat diese auch in einem Rundschreiben (http://rundschreiben.elk-wue.de/files/rundschreiben652.pdf) festgehalten. Bitte lassen Sie sich bei etwaigen Anfragen auf nichts ein!

 

7. Der nächste PfarrPlan ist nach den Planungen des Personaldezernats für den Zeitraum 2013 bis 2018 vorgesehen – das bedeutet, dass 2012 ein „pfarrplanfreies“ Jahr sein wird. Der vorläufige Zeitplan besagt, dass die Dekanatämter im Frühjahr 2011 die unverbindlichen Zielzahlen bekommen und die Entscheidungen der Bezirkssynoden im Frühjahr 2012 fallen müssen. Es zeichnen sich für den Bezirk Göppingen Kürzungen in ähnlichem oder etwas geringerem Umfang wie beim PfarrPlan 2011 ab. Ich möchte gerne die notwendigen Konsultationsprozesse mit Umsicht und hinreichend Zeit angehen und dabei auch externe Begleitung in Anspruch nehmen. Mir ist daran gelegen, dass wir zu Ergebnissen finden, die möglichst von allen Beteiligten akzeptiert werden können, und dass sich niemand überfahren oder übervorteilt vorkommen wird. Ganz sicher wird es ohne strukturelle Veränderungen, beispielsweise Fusionen oder Kooperationsvereinbarungen, nicht gehen. Ich gehe aber davon aus, dass wir bei gutem Willen auf allen Seiten zu akzeptablen Ergebnissen kommen werden.

 

Nun wünsche ich Ihnen aber erst einmal viel Kraft und gute Ideen für die anstehenden Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern und grüße Sie herzlich mit den besten Segenswünschen

 

Ihr

Unterschrift_Ulmer

Rolf Ulmer